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Parafia Bożego Ciała w Krakowie

Stanisław Kazimierczyk - Verehrer der Muttergottes

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Am 27. September 1433 hatte die gottesfürchtige Jadwiga, Ehefrau des Ratsherren Maciej Sołtys aus Kazimierz, in fortgeschrittenem Alter einem Sohn das Leben geschenkt, dem man bei der Hl. Taufe den Namen Stanisław gab. Diesen Namen hatte sich der Neugeborene quasi von sich aus gegeben, denn er wurde am Gedenktag der Übertragung der Reliquien des Hl. Stanisław, des Krakauer Bischofs und Märtyrers von der Skałka, in das Wawelschloss geboren. Das Kind, von den frommen Eltern in ihren Gebeten ersehnt, sollte zu einem großen Verehrer der Gottesmutter werden. Seit seiner frühen Kindheit zog es ihn mit starkem Drang zu den Maiandachten hin. Er hatte noch nicht sprechen gelernt, da folgte er schon dem Beispiel seiner frommen Mutter, kniete vor dem Bild der Gottesgebärerin und faltete seine Händchen zum Gebet. Das erste, was er lesen und schreiben konnte, war „Maria“. So schrieb Anfang des 20. Jh. Pfarrer August Błachut über Stanisław Kazimierczyk. Auch andere Biografen unterstreichen die an ein Wunder grenzende Geburt Stanisławs und seine außergewöhnliche Frömmigkeit.

Seid seinen frühesten Jugend war er mit der Fronleichnamkirche verbunden. Hier wurde er getauft, hier erhielt er in der Pfarrschule auch seinen ersten Unterricht. Im entsprechendem Alter immatrikulierte er sich an der Krakauer Akademie, die im Alter von 23 Jahren beendete. Kurz danach trat er dem Oder der Regularkanoniker bei, einer Ordensgemeinschaft, die ihm als Kind der Fronleichnampfarrei von Anfang an vertraut war. Seine Größe an Demut, Geduld, Keuschheit und Bescheidenheit preisen einstimmig die späteren Chronisten als Tugenden des gottesfürchtigen Ordensmannes. Die Feier der Hl. Messe war das ihm das Wichtigste. Mit ihr begann er jeden Tag. Während der Eucharistiefeier war er so in sie versunken, dass sein Gesicht wie Kohle glühte. Bekannt war er auch als eindrucksvoller und wortgewaltiger Prediger. Dank seiner glühenden und enthusiastischen Predigten gewann er eine große Anzahl von Seelen. Eine Sammlung seiner Predigten blieb bis 1945 erhalten, sorgfältig aufbewahrt, zuerst in der Vilnauer Bibliothek der Fürsten Branicki, später in der Nationalbibliothek. Stanisław war auch als Erzieher des Ordensnachwuchses tätig, den er, ähnlich seiner eigenen Begeisterung und Liebe zum Allerheiligsten Sakrament, versuchte, auch dahin zu führen. Die jungen Novizen schenkten ihm großes Vertrauen und zollten ihm Respekt, denn er lehrte nicht nur mit Worten, sondern beglaubigte die von ihm tradierte Lehre mit dem Zeugnis seines ganzen Lebens. Er setzte sich für die Angelegenheiten des Klosters ein, ebenso in der Fürsorge für die Novizen und die Armen, die an die Klosterpforte klopften. Seine Sorgfalt bei der Vorbereitung der Predigten und die Hingabe, mit der er die Beichte abnahm, nicht zuletzt seine echte und inbrünstige Frömmigkeit verhalfen ihm zu Ansehen Bewunderung und Respekt und zeugten von seiner Heiligkeit. Diese Überzeugung festigte sich nach seinem Tode am 3. Mai 1489. Bereits im ersten Jahr nach seinem Ableben wandten sich die Gläubigen im Gebet um Fürsprache an ihn. Die Klosterchroniken verzeichnen beinahe zweihundert Gebetserhörungen dank seiner Führbitte.

Zeitzeugen des Hl. Stanisław und solche, die kurz nach ihm gelebt hatten, überlieferten viele Zeugnisse über die Vollkommenheit seines Leben und seine außergewöhnlichen Tugenden. Stanisław wurde unter dem Fußboden der Kirche beim Alter der Hl. Magdalena, der Schutzpatronin der Weber, beigesetzt, denn der Vater des Seligen war von Beruf Weber. Im Jahre 1632 wurde ein eigens für die Aufnahme seiner Gebeine bestimmter Altar errichtet, in den man die Reliquien von Stanisław deponierte. Heute hängen bei diesem Altar zahlreiche Bilder, die sein Leben erzählen, und ein großes Gemälde, auf dem zeitgenössische, gottesfürchtige Männer des felicis saeculi Cracoviae, des für Krakau goldenen, glücklichen Zeitalters: der Hl. Jan Kanty, der Sel. Szymon aus Lipnica, Michał Giedroyć und Izajasz Boner, die beide als Heilige angesehen werden, obwohl sie noch nicht kanonisiert worden sind. Kein geringerer als der berühmte Kammerarchitekt von Zygmunt Stary, Bartłomiej Berecci, der Schöpfer der Sigismundkapelle auf dem Wawel, hatte den Altar entworfen und ausgeführt.

Der Florentiner hat die Fertigstellung seines Projekts nicht mehr erlebt. Dem Altar aber kann man die Kunstfertigkeit dieses ausgezeichneten Bildhauers ablesen, der in Kazimierz wohnte und zum Pfarrsprengel der Fronleichnamkirche gehörte.

Obwohl Stanisław Kazimierczyk seit seinem Tode wie ein Heiliger verehrt worden war, hatten die Regularkanoniker sich erst im Jahre 1773 darum bemüht, ihn zur Ehre der Altäre erheben zu lassen. Kurz vorher, 1767, wurde Jan Kanty kanonisiert, ein Zeitgenosse von Kazimierczyk. Der Prozeß zog sich sehr lange hin. Die Teilung Polens, die Weltkriege und die Herrschaft der Kommunisten, all das behinderte und verzögerte das Verfahren. Ein großer Verfechter der Kanonisierung von Kazimierczyk war Karol Wojtyła, der als Bischof von Krakau mehrmals die Fronleichnamkirche besuchte. Während eines Hl. Messe am 3. März 1969 sagte er: ...mit Glorie umgeben ist jener Stanisław Kazimierczyk, Bürger von Kazimierz, dessen zeitliche Überreste sich hier befinden. Hier ist er zu Welt gekommen, und hier hat er sein ganzes Leben verbracht. (...) Wir dürfen nicht aufhören, wir müssen darum bitten und, vor allem, wir müssen die entsprechenden Schritte beim Heiligen Stuhl unternehmen, damit diese Verehrung, mit der ihn die Krakauer Bürger und vor allem seine Landsleute hier im Kazimierz in der Fronleichnam Pfarrei umgeben, eine amtliche Bestätigung seitens der Kirche erhält und wir ihn zurecht selig nennen dürfen, so wie wir ihn in unseren Gedanken und Gefühlen als Heilig verehren... Die Worte des Bischofs Karol Wojtyła haben sich als prophetisch erwiesen. Er selbst hat ihn, nachdem er am 18. April 1993 den Stuhl Petri bestieg hatte, selig gesprochen.

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