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Parafia Bożego Ciała w Krakowie

Kloster der Regularkanoniker Lateranensischer Kongregation

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Wegen der abscheulichen Gier nach Gold schlich sich, vom Teufel aufgehetzt, verstohlen und heimlich, eine größere Gruppe von Menschen aus Krakau in der Oktav von Fronleichnam in die Pfarrkirche Allerheiligen und stahl dort eine kupferne, reich vergoldete Monstranz mit dem Allerheiligsten, eine wunderschöne Arbeit, deren Wert bei weitem den des verwendeten Materials überstieg. Nachdem sie später bemerkten, dass es sich um eine kupferne Monstranz handelte, warfen sie sie in den mit Sträuchern zugewachsenen Sumpf Mate in der Nähe der Kirche des Hl. Laurentius, der damaligen Pfarrkirche des Dorfes Bawół, das zum Krakauer Domkapitel gehörte, um einer schweren Bestrafung zu entgehen für den Fall, dass der Diebstahl aufgedeckt werden würde. Später gründete und stiftete an dieser Stelle der polnische König Kazimierz II. die Stadt Kazimierz. (...). Es loderten [über dem Sumpf] in der Nacht und tagsüber bläuliche (himmlische) Lichter. Mehrere Leute erfuhren davon und sahen darin ein Wunder. Man teilte dies dem Krakauer Bischof Bodzęca und seinem ehrwürdigen Domkapitel mit, später auch dem polnischen König Kazimierz II., der ein frommer Fürst war. Diese gelangten zu der Überzeugung, dass das Erscheinen einer so großen und strahlenden Ansammlung himmlischer Lichter sich nicht ohne Grund ereignet hatte. Sie ordneten eine Prozession von Menschen aus der ganzen Stadt an (...), die, Hymnen singend und Kirchenfahnen tragend, sich an jene sumpfige Stelle begab, und untersuchten gründlich die geheimnisvollen Lichter. Sie stellten fest, dass die Lichter nichts anderes waren als der Glanz der gestohlenen Monstranz (...). Daraufhin brachten sie diese in die Kirche Allerheiligen zurück. Der erlauchteste polnische König Kazimierz erkannte, dass dieses denkwürdige und erstaunliche Wunder um seinetwillen geschehen war. Er legte das Versprechen ab, an dieser Stelle, an der man das unaussprechliche Sakrament gefunden hatte, obwohl sie sumpfig und morastig war, eine schöne Kirche aus Stein zu Ehren des Sakraments zu stiften, dessen man am Fronleichnamstag gedenkt.

Jan Długosz überliefert die Entstehungsgeschichte der Fronleichnamkirche und wurde so unbeabsichtigt zum Schöpfer der später in allen weiteren Quellen zitierten Legende. Was den historischen Wahrheitsgehalt angeht, wird man ihm nicht gänzlich Glauben schenken dürfen. Der Chronist stützte sich auf volkstümliche mündliche Überlieferungen, die er dann in der für die damalige Zeit populären Art und Weise mit Sagen von außergewöhnlichen Wunder ausschmückte, worin die Gläubigen des Mittelalters eine wichtige geistliche Nahrung fanden. In den Urkunden fehlen eindeutige Informationen über den Anfang der Bautätigkeit dieser für Kazimierz so wichtigen Kirche. Es gibt aber einige unbestreitbare Fakten. Es ist nachgewiesen, dass die neue Stadt Kazimierz im Jahre 1335 gegründet wurde. Keine der bereits auf dem künftigen Stadtgebiet existierenden Kirchen konnte als Pfarrkirche dienen, denn sie alle befanden sich zu weit von dem geplanten Marktplatz entfernt. Man kam überein, eine neue, prachtvolle Kirche zu bauen, die für Kazimierz dieselbe Bedeutung haben sollte wie die Marienkirche für Krakau.

Der Bau des Gotteshauses begann noch vor dem Jahr 1341. Sie wurde teilweise aus Stein errichtet, teilweise aus Holz. Nach dem Tod des Königs fehlte das nötige Geld. Die von Długosz überlieferte Sage, welche die feierliche Prozession beschreibt, bewahrt womöglich Erinnerungen an die feierlichen Zeremonien anlässlich der Weihe des neuen Gotteshauses. Die Bauzeit zog sich lange hin. Ab 1370 übernahm die Stadt die Aufsicht über den weiteren Bauvorgang. Die Stadtbücher enthalten Informationen über Bauvorschriften und Stiftungen einzelner Bürger zugunsten des prestigeträchtigen Vorhabens. 1401 wurde der bis dahin fertig gestellte Teil der Kirche, das jetzige Presbyterium, feierlich geweiht und mit drei Altären ausgestattet.

1405 wurde das Gotteshauses in die Obhut der Regularkanoniker Lateranensischer Kongregation gegeben, die eigens nach Kazimierz geholt worden waren.

Ihr erster Präpositus war Pfarrer Konrad Aleman, ein Deutscher, der sich um den raschen Ausbau der noch kleinen Kirche bemühte. Zuerst ließ er die instabilen hölzernen, von möglicher Brandgefahr bedrohten Teile abtragen. In Kazimierz und in den nahe Krakau gelegenen Gütern der Kanoniker gab es viele Steinbrüche und Ziegeleien, aus denen man das Baumaterial für die Kirche gewann. Die Arbeiten schritten schnell voran. Bereits 1410 standen die Kapellen der Hl. Gottesmutter und der Hl. Drei Könige (anstelle der heutigen Verkündungskapelle). Dort wurden für die erste Zeit die Gottesdienste gefeiert. Das Presbyterium wurde vor 1432 fertig gestellt. Viel mehr Zeit beanspruchte die Errichtung des imposanten Hauptschiffes, des Turmes, des Dachs und der Gewölbe. Die Arbeiten beim Hochziehen des Hauptschiffes finanzierte Kazimierz Jagiełło, der kurz vor seinem Tod (1492) seinen Nachfolger verpflichtete, das forme Bauvorhaben zu beenden. So geschehen im Jahre 1500. Dank der überwältigenden Unterstützung des Königs Jan Olbracht und seiner Mutter, Elżbieta Rakuszanka, wurde die feierliche Weihe des vom Baukörper zwar fertiggestellten, aber im Ganzen noch unvollendeten Gotteshauses möglich. Der dem Bauwerk wohlgesonnene Bruder des Königs, Fryderyk Kardinal Jagielończyk, vollzog die Konsekration.

Die weitere Geschichte der Kirche verlief sehr verworren und turbulent. Einerseits bemühte man sich um die Kirchenausstattung: Altäre, Wandmalereien und Skulpturen mussten geplant und ausgeführt werden – alles, was die Einzigartigkeit und Atmosphäre der ersten Kirche am Platz in Kazimierz ausmacht. Andererseits wurde die Kirche nicht vor Katastrophen bewahrt: 1556 fiel der Turm mit seinen vier Glocken einem Feuer zum Opfer. Kurze Zeit danach, 1594, verbrannten Dachstuhl und Orgel. Die Jahre zwischen 1612 und 1644 unter dem Präpositus Marcin Kłoczyński brachten die Innenausstattung wesentlich voran: Der imposante Hauptaltar, das Chorgestühl, das Mausoleum des Seligen Stanisław Kazimierczyk und einige Seitenaltäre wurden fertiggestellt. Der Überfall der Schweden im Jahre 1655 beendete diese Zeit der Prosperität. Der damalige Präpositus Jacek Liberiusz brachte einen Teil des Klosterschatzes aus Krakau heraus in Sicherheit. Um das Leben der Ordenleute nicht zu gefährden, mussten andere Teile verloren gegeben werden. Ohne Beute zu machen, hätten sich die enttäuschten schwedischen Söldner mit Sicherheit an ihnen gerächt. Wertvolle Bücher entwendeten sie aus der Bibliothek, manche wurden vernichtet. In den Räumen des Präpositus schlug der schwedische König Karl Gustav seine Residenz auf. Die Kirche wurde als Lager und Pferdestahl geschändet. Erst 1657 wurde Krakau von den Besatzern befreit, der Wiederaufbau begann. Die schleichende Verschlechterung der Lage der polnischen Republik, die allgemeine Verarmung der Gesellschaft, das Konfiszieren der Klostergüter hatten auch in der Fronleichnampfarrei spürbare Folgen.

Dennoch wurden auch in diesen schlechten Zeiten noch wichtige Stiftungen getätigt für vier Seitenaltäre und die schönen Kanzel (1740-1745), für das Verlegen eines neuen Steinbodens, den Bau des Chores über dem Haupteingang und auch für die Fertigung neuer Figuren für den sog. “Regenbogen” (1763-1766). Die Teilung Polens und die Beschlagnahmung der klösterlichen Güter legten für lange Zeit alle wichtigen Arbeiten im Kloster lahm. Als Strafe für die aktive Teilnahme der Kanoniker im Januar-Aufstand 1864 wurden sämtliche Klöster auf dem von den Russen annektierten Teil Polens, auch das der Regularkanoniker, konfisziert.

Ein ehrenhaftes und glückliches Ereignis für die Krakauer Präpositur war ihre Erhebung 1861 in den Rang einer Abtei.

Nach Maß des Möglichen, bei allen Schwierigkeiten und Hindernissen, versuchten die Hüter der Kirche, ihrer Aufgabe mit Würde und Gewissenhaftigkeit nachzukommen. 1847 begann eine, mit Unterbrechungen, beinahe 40 jährige Restaurierungszeit. 1905 wurde die 500 Jahrfeier der Gründung des Klosters prunkvoll begangen. Nach Wiedererlangung der polnischen Unabhängigkeit intensivierten sich die Restaurationsarbeiten in der Kirche. Es wurde Altäre, Kapellen, Gemälde, die Skulpturengruppe des Garten Getsemani restauriert, ebenfalls wurde das Dachstuhl und die von der Feuchtigkeit bedrohten Fundamente erneuert. Eine schwierige Zeit für die Kirche waren die Jahre der kommunistischen Herrschaft, die gegen jegliche Form kirchlichen Lebens gerichtet war. Karol Kardinal Wojtyła war der Pfarrei eine große Stütze. 1969 weilte er während einer kanonischen Visitation in der Fastenzeit im Kloster. Der Kardinal äußerte den Wunsch, an den häuslichen Krankenbesuchen teilzunehmen. S. Irina Odoy, die damals die Kranken in der Pfarrei betreute, erinnert sich:

Wir gingen in alle Häuser, deren Anschriften ich kannte, vor allem aber zu den Ärmsten und Verlassenen in die Hinterhöfe, die nicht immer für so einen solch hohen Besuch vorbereitet waren, in die Kellerwohnungen und Dachkammern, überall dort, wo bettlägrige Kranke oder solche, die ihre Wohnung nicht verlassen konnten, sich befanden. Der Kardinal setzte sich immer sehr nahe an das Bett jedes Kranken und sprach zu ihnen mit väterlicher Güte.

Seit 1993 wurden sowohl im Kloster, als auch in der Kirche ununterbrochen Restaurations- und Konservierungsarbeiten vorgenommen. Die aus dem 15 Jh. stammenden gotischen Kirchenfenster, Kapellen und deren Ausstattung wurden instand gesetzt, ebenso das Chorgestühl. Die westliche Fassade der Kirche und ein Teil der Außenwände wurden gereinigt und konserviert, die Klosterbibliothek neu geordnet und katalogisiert. Am 24. Januar 2005 hat der Hl. Vater, Papst Johannes Paul II., die Fronleichnamkirche in den Rang eine Basilika Minor erhoben.

Die Fronleichnamkirche

Die Fronleichnamkirche - ehemals das wichtigste Bauwerk von Kazimierz . Sie stand in der Nähe des Wolnica-Platzes, des ehemaligen Markplatzes – überragte einst als Solitär die ganze Stadt. Heute verschmilzt sie mit der enggegliederten Straßenlandschaft von Kazimierz. Von allen Seiten sieht man nur mehr den emporstrebenden Turm. Von hier aus hat man demnächst eine weite Sicht auf den.

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